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NameVarizella-Zoster-IgG
SynonymeWindpocken
VZV
Herpes zoster
Gürtelrose
GruppeVarizella Zoster-Virus
MaterialSerum
MethodeCLIA
Präanalytik Bei lipämischen, hämolytischen oder ikterischen Proben wurden keine signifikanten Beeinträchtigungen bei der Bestimmung vom IgG beobachtet.
Transport Raumtemperatur
Frequenz täglich
Indikation Verdacht auf VZV-Primärinfektion und Reaktivierungen
Immunstatus in der Schwangerschaft
EinheitIU/L
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
438813.9911.1516.09
Beschreibung Zur Diagnose und Überwachung von VZV-assoziierten Erkrankungen. Anti-VZV-IgG dient der Impferfolgskontrolle und ermöglicht epidemiologisch Untersu­chungen.

Bei Primärinfektion verursacht das Varizella-Zoster-Virus die Windpocken, nach Reaktivierung des lebenslang persistierenden Erregers den Herpes zoster (Gürtelrose, Gesichtsrose...).

Abgelaufene VZV-Infektionen sind durch den IgG-Nachweis gekennzeichnet, Primärinfektionen durch den IgM-Nachweis. Bei Reaktivierungen kann das IgM wieder kursorisch positiv werden, auch lassen sich häufig sehr hohe IgG-Titer messen.

Da eine Virus-Infektion bei schwangeren Frauen zu erheblichen Erkrankungen führen kann, sollten im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge IgG-negative Probandinnen entdeckt und geschützt werden. Eine Infektion innerhalb der ersten vier Schwangerschaftsmonate kann zur Kindesmissbildung, Windpocken vier Tage vor und zwei Tage nach der Niederkunft können zur Infektion des Neugeborenen mit kompliziertem Krankheitsverlauf (nekrotisierende Pneumonie) führen.
Quellen 1. Gressner AM, Arndt T. Lexikon der medizinischen Laboratoriumsdiagnostik 2.A. 2013. Springer Berlin 1376ff
2. Darai G et al. Lexikon der Infektionskrankheiten des Menschen, 4.A. 2012, Springer, Berlin, 915ff