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NameThyreoidea stimul. Hormon (TSH)
SynonymeThyreotropin, Thyreoidea stimulierendes Hormon, thyreotropes Hormon, TSH
GruppeSchilddrüse
MaterialSerum
EDTA- und Citratblut bzw.-plasma sind nicht geeignet.
2 ml Vollblut ohne Zusatz, Serum
Stabilität im Serum bei RT: 1 d
Stabilität im Serum bei 2-8°C: 7 d
Stabilität im Serum bei -20°C: 4 w
MethodeCMIA
Messgenauigkeit Laborseitig wird mit der Qualitätskontrolle über einen Zeitraum von 6 Monaten eine durchschnittliche Messunsicherheit mit einem VK von 6,6 % erreicht.
Präanalytik Stress bei der Blutentnahme vermeiden.
Unter Therapie muss auf das verzögerte Ansprechen von TSH (fT4 reagiert sofort) geachtet werden.
Transport Stress sollte vor und während der Blutentnahme vermieden werden. TSH steigt unter Stress.
Taggleiche Einsendung bei RT wird empfohlen. Tägliche Messung im Labor.
Frequenz täglich
EinheitmU/l
Normalwert
Geschlecht Altersgruppe Schwanger-
schaftswoche
Wertebereich
weiblichandere33 bis 400.20 - 4.40 mU/l
weiblichandere26 bis 330.20 - 4.30 mU/l
weiblichandere12 bis 190.10 - 4.10 mU/l
weiblichandere19 bis 260.10 - 4.20 mU/l
weiblichandere6 bis 120.10 - 4.00 mU/l
weiblichandere1 bis 60.30 - 4.50 mU/l
 1 Tag bis 3 Tage< 20 mU/l
 3 Tage bis 2 Monate0.45 - 10.0 mU/l
 2 Monate bis 6 Jahre0.40 - 7.00 mU/l
 6 bis 18 Jahre0.30 - 4.50 mU/l
 18 bis 120 Jahre0.30 - 4.50 mU/l
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
403014.5711.1516.76
Beschreibung Thyreoidea stimulierendes Hormon (TSH) wird in der Hypophyse gebildet und bei Mangel an peripheren Schilddrüsenhormonen vermehrt ins Blut freigesetzt. Es stimuliert die Ausschüttung von Thyroxin (fT4) und Trijodthyronin (fT3) und steuert damit maßgeblich die Schilddrüsenfunktion und stimuliert das Wachstum der Schilddrüse.
Die TSH-Konzentration im Blut unterliegt einem negativen Rückkopplungseffekt: Bei einer Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) wird TSH vermindert ins Blut freigesetzt. Bei Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) wird TSH vermehrt ausgeschüttet.
TSH ist ein idealer Screeningtest zur Kontrolle der Schilddrüsenfunktion. Ein normales TSH macht eine Störung der Schilddrüsenfunktion unwahrscheinlich. Man spricht von Euthyreose.
Ein niedriges TSH und ein erhöhter fT3 und/oder fT4-Wert sprechen für eine manifeste Hyperthyreose (z. B. bei M. Basedow). Liegen fT3 und fT4 noch im Normbereich, spricht man auch von latenter Hyperthyreose.
Ein erhöhter TSH-Wert bei erniedrigtem fT4 ist hinweisend auf eine manifeste Hypothyreose (z. B. bei Hashimoto-Thyreoiditis. Liegt fT4 noch im Normbereich, spricht man auch von latenter oder subklinischer Hypothyrese.
Zur Ursachenklärung eines auffälligen TSH-Wertes werden in der Regel auch Autoantikörper gemessen. s. anti-TPO-Antikörper, TSH-Rezeptor-Antikörper (TRAK) u. a.

Hinweis: Nach wochenlanger Suppression bei Hyperthyreose kann es durchaus einige Monate dauern bis TSH wieder im Normbereich liegt, obwohl fT4 und FT3 schon wieder im Referenzbereich liegen.
Quellen Thomas L. Labor und Diagnose. 7. Auflage 2008. 1376 ff
Guder W. Die Qualität diagnostischer Proben. 7. Auflage 2012