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NameSchistosoma spp. (IIFT)
SynonymeSchistosomiasis
Schistosma haematobium
Schistosoma mansoni
Schistosoma japonicum
Schistosoma mekongi
GruppeAK gegen Schistosomen
MaterialSerum
MethodeIIFT
Transport Raumtemperatur
Frequenz 1 x wöchentlich
Indikation V. a. Schistosomiasis
→ allg. Krankheitssymptomatik wie Fieber, Kopfschmerz, Abgeschlagenheit,
→ Hämaturie, Teerstuhl, Pneumonie
→ Urtikaria mit einhergehendem Katayama – Syndrom,
→ Symptomatik bei entsprechender Exposition,
→ Aufenthalt Tropen/Subtropen mit Kontakt zu Süßwasser.
EinheitTiter
Normalwert
negativ Titer
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
446720.4011.1523.46
  Dieser Parameter wird in einem Auftragslabor bestimmt (Originalbefunde verfügbar).
Beschreibung Bei entsprechender Krankheitssymptomatik bzw. Krankheitsverdacht ist die Untersuchung von Urin oder Stuhl indiziert, um eine Schistosomiasis zu diagnostizieren.

In der Frühphase und bei Verdacht trotz negativem Einachweises ist die Serologie sinnvoll. Gemäß Leitlinie werden zwei serologische Assays durchgeführt. Die Sensitivität der Schistosomen-Serologie mittels IIFT beträgt ca. 90 % bei Tropenrückkehrern und ca. 70 % bei Endemikern.


Erreger: Die Bilharziose wird verursacht durch eine Infektion mit Trematoden der Gattung
Schistosoma.

Epidemiologie: Die Bilharziose ist eine schwere Erkrankung von der weltweit mehr als 200
Millionen Menschen betroffen sind. Vorkommen der Blasenbilharziose (S. haematobium) in
großen Gebieten in Afrika mit Wasserläufen des nordwestlichen – nordöstlichen Afrikas, Nildelta
bis nach Südafrika, feuchte Gebiete Ost – Westafrikas, westliches Madagaskar, arabische
Halbinsel, Irak sowie kleinere Gebiete Indiens.


Krankheitsbild: Juckreiz an der Eintrittspforte der Haut, Möglichkeit der Entstehung einer sog. Zerkariendermatitis. Katayama – Syndrom: nach 4 Wochen tritt eine Art Serumkrankheit mit
Urtikaria und Fieber auf, bei Hepatosplenomegalie und vergrößerten Lymphknoten. Entstehung
von granulomatösen „Pseudotuberkeln“ in der Harnblase. Eventuell Karzinome in der Harnblase
bedingt durch ständige Gewebsreizung. Die Pathologie entsteht durch die im Gewebe
verbleibenden abgestorbenen Eier.

Therapie: Mittel der Wahl nach WHO ist Praziquantel.
Quellen 1. Hof H., Dörries K. Medizinische Mikrobiologie. 2017 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
2. Neumeister B. Et al.. Mikrobiologische Diagnostik. 2010 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
3. Mehlhorn H. Die Parasiten des Menschen. 2012 Springer – Verlag, Berlin