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NameRöteln-IgM
SynonymeRubella
GruppeRötelnvirus
MaterialSerum
MethodeCLIA
Präanalytik Hämolytische (bis zu 500 mg/dl Hämoglobin), lipämische (bis zu 1000 mg/dl Triglyceride) und ikterische (bis zu 60 mg/dl Bilirubin) Serumproben zeigen eine bis zu ≤ 10%ige Änderung bei den Ergebnissen.
Transport Raumtemperatur
Frequenz täglich
Indikation V.a. akute Rötelnvirusinfektion
EinheitIndex
Normalwert
< 0.8 Index
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
439817.4911.1520.11
Beschreibung Marker der akuten Röteln-Infektion.

Die Primärinfektion (kleinfleckiges Rötelnexanthem, Lymphadenopathie, Arthralgien) ruft eine IgM- und eine IgG-Reaktion hervor. Bei einer Sekundärinfektion steigen die IgG-Antikörper-Konzentrationen, weniger die IgM-Konzentrationen. Infektiosität besteht bereits einige Tage vor Exanthemausbruch.

Röteln stellen nach wie vor ein potenzielles Risiko für Frauen im gebärfähigen Alter dar (Rötelnembryopathie).

Bei positivem IgM besteht V.a. eine frische Infektion. Bei Schwangeren mit unklarer Primärinfektion können IgG-Aviditätstestungen (hohe Avidität bei alter Infektion) bzw IgG-Blots (E2-Protein positiv bei alter Infektion) veranlasst werden, um akute und alte Infektionen zu differenzieren. NAch Impfung kann der IgM-Nachweis ebenfalls positiv werden.


Differentialdiagnosen zur Rötelninfektion sind EBV-, HHV-6, Parvovirus B19-Infektionen, Masern und Arzneimittelexantheme.

Nichtnamentliche Meldepflicht konnatale Röteln (§ 7 IfSG): Bitte auf dem Überweisungsschein die Ausnahmekennziffer 32006 vermerken!
Quellen 1. Gressner A, Arndt T. Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik. 2. A., 2013 Springer, Berlin, 1185 ff
2. Darai G et al. Lexikon der Infektionskrankheiten des Menschen. 4. A., 2012 Springer, Berlin, 731ff