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NameParathormon (PTH)
SynonymePTH, Nebenschilddrüsenhormon, intaktes Parathormon
GruppeKnochenstoffwechsel
MaterialSerum
oder EDTA-Blut/-Plasma, 1 ml
Stabilität Serum: 4 Std. bei Raumtemperatur, 24 Std. bei 2-8°C
Stabilität EDTA-Plasma: 8 Std. bei Raumtemperatur, 72 Std. bei 2-8°C, -70°C 8 Monate
Messgenauigkeit Laborseitig wurde mit der Qualitätskontrolle über einen Zeitraum von 2 Monaten eine durchschnittliche Messunsicherheit von VK 7,2% erreicht
Präanalytik Blutentnahme morgens nüchtern
Transport Postversand nur eingeschränkt möglich
Frequenz täglich
Einheitng/l
Normalwert
18.5 - 88.0 ng/l
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
405627.9711.1532.17
Beschreibung Der Calcium- und Phosphathaushalt und damit der Knochenstoffwechsel und viele andere Funktionen im Körper werden durch das Wechselspiel von Parathormon, Vitamin D und Calcitonin gesteuert. Parathormon (PTH) wird in den Nebenschilddrüsen gebildet. Es wird vermehrt ausgeschüttet, wenn der Calciumspiegel im Blut sinkt. PTH stimuliert die Freisetzung des Calciums aus dem Knochen und fördert die Calciumrückresorption in der Niere. In den meisten klinischen Fällen wird bei steigender Calciumkonzentration die PTH-Sekretion durch einen negativen Rückkupplungsmechanismus gehemmt.
Erhöhte Werte werden gefunden beim primären und sekundären Hyperparathyreodismus (HPT). Beim primären HPT ist Calcium stets erhöht, Ursache sind Adenome oder Malignome der Nebenschilddrüse. Beim wesentlich häufigeren sekundären HPT ist der Calciumspiegel normal oder erniedrigt. Ursache sind Niereninsuffizienz, Vitamin D-Mangel u. a.
Erniedrigte Werte werden gefunden bei Hypercalciämie oder beim primären Hypoparathyreoidismus z.B. nach einer Schilddrüsenoperation.
Quellen Gressner AM, Arndt T. Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik. 2. Auflage, 2013