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NameProtein C Aktivität
SynonymeProtein C, PC, aktiviertes Protein C (APC), Prot C,
GruppeThrombophilie-Diagnostik
MaterialCitratblut
Serum, EDTA-Plasma und Heparinplasma sind ungeeignet.
Das Citrat-Röhrchen muss bis zur Markierung gefüllt sein.
Messung möglichst < 24 Stunden nach der Blutabnahme.
Bei -20° 3 Monate stabil.
Messgenauigkeit Laborseitig wurde über einen Zeitraum von 6 Monaten ein durchschnittlicher VK von 4,1 % errreicht.
Präanalytik Citratröhrchen bis zur Markierung füllen (möglichst als zweites Röhrchen abnehmen). Angeronnenes Blut führt zu falsch niedrigen Werten.
Zentrifugation der Probe (im Labor oder in der Praxis) bei 1500 x g mindestens 15 Minuten, um plättchenfreies Plasma gewinnen zu können.
Transport Postversand über 24 Stunden möglich
Frequenz Donnerstags
Einheit%
Normalwert
Altersgruppe Wertebereich
1 Monat bis 1 Jahr17 - 53 %
andere70 - 140 %
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
395126.2311.1530.16
Beschreibung Das Protein C ist ein Gegenspieler der Gerinnung und wird, wie fast alle Gerinnungsfaktoren, in der Leber gebildet. Es gehört zu den Vitamin K-abhängigen Faktoren. Aufgabe des Protein C ist die Inaktivierung der Gerinnungsfaktoren V und VII. Zusammen mit Protein S als Kofaktor bindet es am Faktor V und inaktiviert ihn, dadurch wird die Gerinnung „gebremst“. Erfolgt die Inaktivierung des Faktor V nicht – durch einen Protein C-Mangel oder einen Rezeptor-Defekt (APC-Resistenz bei Faktor V(Leiden)-Mutation) – kann es zu Thrombosen kommen.

Ein Mangel von Protein C kann erblich bedingt sein oder erworben sein.
Ein angeborener Mangel muss ggf. molekulargenetisch durch Untersuchung des Faktor V-Gens ausgeschlossen werden. Ein homozygoter Gendefekt führt schon bei Neugeborenen zu schwersten thromboembolischen Erkrankungen.

Ein erworbener Mangel kann bedingt sein durch einen Vitamin-K Mangel (Resorptionsstörung, orale Antikoagulation mit z. B. Marcumar), Niereninsuffizienz, Verbrauchskoagulopathie, nephrotisches Syndrom u. a.

Unter Antikoagulation mit einem Vitamin K-Antagonisten ist die Bestimmung der Protein C-Aktivität nicht sinnvoll.
Quellen Ziemer S, Tiede A, Barthels M In: Barthels M. Das Gerinnungskompendium. 2. Auflage. 2013, 597ff