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NameNatrium
SynonymeNa, Sodium
GruppeElektrolyte im Serum
MaterialSerum
oder Heparinplasma

Stabilität im Serum / Heparinplasma bei 2 – 25°C: 2 Wochen

Nicht geeignet sind Materialien mit folgenden Antikoagulanzien: EDTA, Citrat, Oxalat
MethodeISE; verdünnt
Messgenauigkeit Laborseitig wurde über einen Zeitraum von 6 Monaten ein VK von 1,3 % ermittelt.
Präanalytik Postversand möglich

Der Urin darf nicht angesäuert werden, Trübungen ggf. durch Zentrifugation klären. Die Sammelmenge ist dem Labor mitzuteilen.
Transport Umgehender Transport ins Labor
Zentrifugation und Abtrennung des Serum/Plasma sollte so schnell wie möglich erfolgen.
Frequenz täglich
Einheitmmol/l
Normalwert
Altersgruppe Wertebereich
bis 1 Jahr130 - 145 mmol/l
1 Jahr bis 6 Jahre132 - 145 mmol/l
1 Jahr bis 6 Jahre132 - 145 mmol/l
andere135 - 145 mmol/l
andere135 - 145 mmol/l
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
35581.7511.152.01
Beschreibung Natrium ist das dominante positiv geladene Ion (Kation) der extrazellulären Flüssigkeit und spielt zusammen mit Chlorid eine wichtige Rolle bei der intra- und extrazellulären Wasserverteilung. Natrium wird durch die Nahrung als NaCl aufgenommen und ist eng mit der Homöostase des Chlorids verbunden. Die asymmetrische Verteilung in Extra- und Intrazellulärraum erfordert den aktiven Austausch mit Kalium durch die Na+-K+-ATPase.

Natrium wird untersucht zur Diagnose und Verlaufsbeurteilung von Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt oder des Säure-Basen-Haushaltes, bei Polyurie und Polydypsie, Nierenerkrankungen, Hypertonie, Hyper- und Hypoaldosteronismus.

Erniedrigte Werte werden gefunden bei: lang andauerndem Erbrechen durch Verlust von Magensaft, starkem Schwitzen, Einnahme von Diuretika, Metabolischer Alkalose z.B Cushing Sydrom oder Hyperaldosteronismus, Zustände mit verstärkter ADH/Vasopressin-Sekretion

Erhöhte Werte werden gefunden bei: Azidose (Übersäuerung des Körpers, z.B bei intestineller Nephropathie oder Autoimmunerkrankungen), Hyperventilation,
ADH/Vasopressin-Mangel oder -resistenz (bei zentralem bzw. renalem Diabetes insipidus)
Quellen Thomas L: Labor und Diagnose. 8. Auflage, 2012, 478 - 491
Assay-Datenblatt ISE BL66320.03 2013-07