Analysenverzeichnis

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NameListerien
SynonymeListeriose
Listeria monocytogenes
Listerien
GruppeKultur
MaterialMikrobiologie
Primär steriles Material
Liquor
Blut
Wundmaterial
Amnionflüssigkeit
Mekonium
Neugeborenenstuhl
Stuhl
Präanalytik Grundsätzlich sollte der Probentransport je nach Material in sterilen verschraubbaren Gefäßen,
Blutkulturflaschen oder in entsprechenden Transportmedien erfolgen.
Die Materialentnahme sollte möglichst vor Beginn einer Antibiotikatherapie erfolgen.
Transport Raumtemperatur ohne Zusätze
Frequenz täglich
Indikation V. a. Listeriose-assoziierte Menigitis, Sepsis
Pränatale Infektion
Erregerausscheidung
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
45386.9911.158.04
Beschreibung Listeria monocytognes ist als Erreger von Sepsis, Meningitis bei immungeschwächten Patienten und Neugeborenen
(prä- oder perinatal erworben durch infizierte Mutter) die weitaus bedeutenste humanpathogene Listerien-Spezies. Da die Letalität sehr hoch ist, ist die Diagnose bei entsprechender Erkrankung möglichst schnell zu stellen.

Listerien sind bisher durchwegs Penicillin, Aminopenicillin u. Chloramphenicol–empfindlich.
Sensibilität besteht auch gegen Aminoglykoside und Tetrazykline, die jedoch zur Behandlung einer Listeria – Meningitis nicht geeignet sind. Gegen Cephalosporine besteht intrinsisch immer Resistenz.
Der Nachweis einer Listeriose sollte bei klinischer Indikation kulturell aus Blut, Liquor, Mekonium, Lochialsekreten oder ggf. aus Stuhl (Küchenpersonal) erfolgen. Die Serologie ist klinisch praktisch nicht verwertbar. In Sonderfällen kann eine PCR auf Listeria monocytogenes insbesondere aus Liquor durchgeführt werden.

Der direkter Nachweis aus Blut, Liquor oder anderen normalerweise sterilen Substraten; Abstrichen von Neugeborenen (einschl. Fetus und Totgeborenen) oder mütterlichem Gewebe ist meldepflichtig gem § 6,7 Infektionsschutzgesetz.
Quellen 1. Neumeister B et. al. Mikrobiologische Diagnostik. 2010, Thieme Verlag, Stuttgart