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NameLipid-Elektrophorese
SynonymeCholesterin-Auftrennung
GruppeLipid-Elektrophorese
MaterialSerum
Präanalytik nicht eingefroren; bei Verwendung zu alten Materials lässt sich Beta- und Praebeta-Fraktion nicht mehr eindeutig abtrennen.
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
3562.H12.3311.152.68
3563.H12.3311.152.68
3564.H12.3311.152.68
3565.H12.3311.152.68
373017.4911.1520.11
372917.4911.1520.11
  Dieser Parameter wird in einem Auftragslabor bestimmt (Originalbefunde verfügbar).
Beschreibung Lipoproteine transportieren die unlöslichen Lipide im Blut. Lipoproteine entstehen durch Verbindung von Triglyzeriden, Cholesterin und wasserlöslichen Phospholipiden mit den im Blut gelösten Proteine.
Bei Auftrennung in der Lipidelektrophorese bleiben die Chylomikronen an der Auftragsstelle liegen. Chylomikronen werden durch Abspaltung der Triglyceride zu kleineren Chylomikronen-Remnants abgebaut. Nach achtstündiger Nahrungskarenz sind keine Chylomikronen im Blut mehr nachweisbar.
VLDL (very-low-density-lipoproteins) und IDL (intermediate-density-lipoproteins) wandern in der prä-beta-Bande, LDL (low density lipoproteins) in der beta-Bande und HDL (high density lipoproteins) in der alpha-Bande.
Fettstoffwechselstörungen mit hohem oder niedrigem HDL-Cholesterin werden nach deren Verhalten in der Lipidelektrophorese in Hyperalpha- und Hypoalphalipoproteinämie eingeteilt.

Die Lipidelektrophorese beruht auf der elektrophoretischen Auftrennung und qualitativen Bewertung der Lipoproteine. Diese müssen mit den quantitativen Bestimmungen nicht 100 % übereinstimmen. Indikationen für die Lipidelektrophorese sind :
Eingruppierung einer Fettstoffwechselstörung nach Frederickson
Ausschluß bzw. Hinweis auf die gefährliche Dysbetalipoproteinämie (Typ III-Hyperlipidämie), die bei gleichzeitiger Vermehrung von Cholesterin und Triglyceriden möglich ist. Bei diesen Patienten lässt sich elektrophoretisch die ß-Fraktion von der prä-ß-Fraktion nicht trennen. In diesem Fall ist die Bestimmung des Apo-E-Genotyps indiziert.
Quellen L. Thomas in Labor und Diagnose 8. Auflage 2012