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NameLegionella spp. Kultur
SynonymeLegionella pneumophila
Legionellose
Legionärskrankheit
Pontiac Fever
GruppeKultur
MaterialMikrobiologie
Sputum
BAL
respiratorische Materialien
Blut
Wundabstriche
Transport Raumtemperatur oder bei 2-8 °C.
Frequenz täglich
Indikation V.a Legionellose
alle ambulant erworbenen schweren Pneumonien
mögliche Exposition (wie Hotelaufenthalt), erfolglose Behandlung mit ß-Laktam-Antibiotika, Z. n. Transplantation.
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
453314.5721.1533.52
Beschreibung Unter Legionellose versteht man eine schwerwiegende Pneumonie, die durch Bakterien der Gattung Legionella aus der Familie der Legionellaceae verursacht wird. Die Legionärserkrankung ist die wichtigste klinische Manifestation. Es kommen jedoch auch extrapulmonale Infektionen und nicht-pneumonale Erkrankungen wie das Pontiac Fieber vor. L. pneumophila ist für annähernd 90 % der Legionella-Infektionen verantwortlich, davon gehören über 80 % zur Serogruppe 1. Weitere Legionella species sind vor allem L. anisa, L. micdadei, L. gormanii, L. dumoffii, L. bozemanii, L. jordanis und L. longbeachae.

Die Inkubationszeit der Legionärserkrankung nach Exposition beträgt zwei bis zehn Tage. Die meisten ins Krankenhaus eingewiesenen Patienten entwickeln sehr hohes Fieber (> 39,5°C).

Die Legionärserkrankung ist nicht ansteckend. Risiko-Personen sind oft immundefizient wie z.B. Transplantationspatienten, ältere Personen, Raucher oder solche mit chronisch obstruktiven Lungen- oder Nierenerkrankungen.

Die klinische Diagnose der Legionellose kann schwierig sein, da Erkrankungszeichen und Symptome nicht spezifisch sind:

- Legionärskrankheit: Pneumonie, oft mit ZNS-, Leber-, Nierenbeteiligung
- Pontiac Fieber: benigne, nicht pulmonale, grippeähnliche Erkrankung
- Gelegentlich Wundinfektionen, Abszesse, Endocarditis


Ein positives Kulturresultat beweist eine akute Legionellose und wird unmittelbar telefonisch an den behandelnden Arzt weitergegeben. Zur schnellen Diagnostik wird die PCR und der Urinantigennachweis empfohlen.
Quellen 1. Gressner A, Arndt T. Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik. 2. A., 2013 Springer, Berlin, 838ff
2. Darai G et al. Lexikon der Infektionskrankheiten des Menschen. 4. A., 2012 Springer, Berlin, 482ff