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NameLDH
SynonymeGesamt-LDH, Laktat-Dehydrogenase, Lactat-Dehydrogenase, Laktatdehydrogenase, Lactatdehydrogenase
GruppeEnzyme
MaterialSerum
oder EDTA-/Heparinplasma
2 ml Vollblut ohne Zusatz, Serum
Nach der Zentrifugation und Trennung vom Blutkuchen ist die Enzymaktivität 7 Tage bei 2 – 25° C stabil.
Haltbarkeit: 7 Tage bei 15 - 25°C, 14 Tage bei 2-8°C, im verschlossenen Röhrchen.
Längere Lagerung führt zu einem Aktivitätsabfall. Das Ausmaß ist temperaturabhängig.
MethodeLaktat; NAD
Messgenauigkeit Laborseitig wird am AU 5811 mit der Qualitätskontrolle über einen Zeitraum von 6 Monaten eine durchschnittliche Meßunsicherheit von VK 3,8 % erreicht.
Präanalytik Serum sollte innerhalb von einer Stunde vom Blutkuchen getrennt sein. In den Erythrozyten ist LDH in hoher Konzentration vorhanden und wird bei Hämolyse ins Serum freigesetzt, dies ist bei der Blutentnahme, bei Transport und Lagerung zu beachten.
Untersuchung bei entsprechender Fragestellung auch im Punktat möglich.
Transport Postversand nur nach Zentrifugation und Trennung vom Blutkuchen zu empfehlen. Alternativ können Gelröhrchen verwendet werden.
Frequenz täglich
EinheitU/l
Normalwert
Altersgruppe Wertebereich
bis 2 Monate< 780 U/l
2 bis 7 Monate< 440 U/l
7 bis 13 Monate< 370 U/l
13 Monate bis 2 Jahre< 320 U/l
2 bis 13 Jahre< 300 U/l
13 bis 18 Jahre< 270 U/l
andere< 250 U/l
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
3597.H12.3311.152.68
Beschreibung Das Enzym kommt in allen Körperzellen vor und ist ausnahmslos im Zytoplasma der Zelle zu finden. Die Gesamt-LDH besteht aus den Aktivitäten der 5 Isoenzyme LDH-1 bis LDH-5, die relativ organspezifsich sind und nach der Zusammensetzung ihrer Untereinheiten unterschieden werden. Die Isoenzyme haben unterschiedliche Halbwertszeit zwischen 10 h und 5 Tagen. Die LDH wird zur Diagnose und Verlaufsbeurteilung des Myokardinfarktes, von Lebererkrankungen sowie bei Lungenembolie, Hämolyse und bei Verdacht auf Tumorerkrankungen als grober Screeningparameter bestimmt. Ein normaler Wert schließt eine größere Zellschädigung weitgehend aus, bei erhöhten Werten ist meist eine weitergehende Diagnostik erforderlich. Da die LDH-Konzentration im Gewebe das 500-fache der Plasma-LDH-Konzentration beträgt, können selbst geringfügige Gewebeschäden einen erheblichen Anstieg der LDH-Aktivität in Serum bewirken. Die LDH ist nicht organspezifisch. Sie ist ein unspezifischer Marker für viele Arten der Zellschädigung. Bei erhöhten Werten unklarer Genese wird eine Differenzierung der LDH-Isoenzym empfohlen.

Erhöhte Werte werden gefunden bei: Schädigung der Herz- und Skelettmuskulatur, Nierenerkrankungen, chronische Glomerulopathien, Schock, Pulmonalembolie/-infarkt und hämolytische und megaloblastische Anämie, präanalytisch bedingt und bei körperlichen/muskulären Anstrengungen mit leichten Verletzungen von Gewebe und Zellen.
Quellen Thomas L, Labor und Diagnose. 6. Auflage, Seite 106 - 113
Gressner M, Arndt T Lexikon der Medizinischen Laborartoriumsdiagnostik. 2. Auflage, 2013
Assay-Datenblatt LDH: BLOSR6x28.02 2011-04