Analysenverzeichnis

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NameKryoglobuline
SynonymeKryoglobulinämie, nicht ANCA assoziierte Vaskulitis
GruppeImmunhämatologie
MaterialSerum
MethodeKühlschranktest
Präanalytik Interpretationsschwierigkeiten bei Antikoagulanzientherapie (besonders Heparin iv) und vorangegangener Plasmapherese.
Entnahme und Gerinnung der Probe bei 37 °C.
Transport Vor der Analytik sollten die Proben bei 37 °C aufbewahrt werden. Abnahme im Labor sinnvoll.
Normalwert
negativ
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
37512.3311.152.68
Beschreibung Kryoglobuline sind Antikörper (Immunglobuline), die bei Temperaturen unter 37 °C präzipitieren und bei Erwärmung wieder in Lösung gehen. Unterschieden werden monoklonale und gemischte Kryoglobuline. Die gemischten Kryoglobuline sind Immunkomplexe.

Vorkommen bei:
- Purpura
- Symptomkomplex Purpura, Schwäche, Arthralgie
- Neurologische Störungen
- Glomerulonephritis
- Raynaud-Phänomen
- Arthritis
- Sicca-Syndrom
- Lebererkrankung

Klassifikation der Kryoglobuline:
Typ 1: Es handelt sich um ein monoklonales Ig, meist IgM oder IgG, selten um ein IgA oder Bence-Jones-Protein. Sie treten bei malignen B-Zellerkrankungen und werden fast ausschließlich bei M. Waldenström und dem multiplen Myelom gefunden. Sie haben einen Anteil von 5-10 % an den Kryoglobulinämien.
Typ 2: Der Typ 2 ist eine gemischte Kryoglobulinämie. Ein monoklonales Ig bindet an das Fc-Stück von IgG-Antikörpern. Diese haben einen Anteil von 50-65 % an den Kryoglobulinämien. Sie sind idiopathischer Natur oder werden klinisch häufig in Assoziation mit Vaskulitiden, Glomerulonephritiden oder Hautmanifestationen gefunden.
Typ 3: Der Typ 3 ist ebenfalls eine gemischte Kryoglobulinämie. Sie treten vorwiegend bei infektiösen Erkrankungen und Bindegewebserkrankungen auf.
Quellen Müller L. Labor und Diagnose. Auflage 6. 2005, S 978-980.
Gressner AM, Arndt T. Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik (Band 1). Auflage 1. 2007, S 145, 740-741