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NameKalium
SynonymePotassium, K+
GruppeElektrolyte im Serum
MaterialSerum
oder Heparinplasma, EDTA-Plasma ist nicht geeignet

Stabilität im abgetrennten Serum oder Plasma: 6 Wochen bei 2 – 25° C
Stabilität im Blut bei Raumtemperatur: 1 - 16 h
MethodeISE, Valinomycinmembran
Messgenauigkeit Laborseitig wurde mit der Qualitätskontrolle über einen Zeitraum von 7 Monaten ein durchschnittlicher VK von 1,5 % erreicht
Präanalytik Hämolyse führt zu erhöhten Werte.
Bei der Blutabnahme darf nur kurz gestaut werden. Die Kanüle sollte möglichst großlumig sein und Patienten sollten nicht mit der Faust „pumpen“.
Umgehender Transport ins Labor. Zentrifugation und Abtrennung von Serum/Plasma sollte möglichst innerhalb einer Stunde erfolgen, um eine Pseudohyperkaliämie zu vermeiden.
Das Serumröhrchen sollte unbedingt vor dem EDTA-Röhrchen befüllt werden, damit eine Kontamination des Serums mit Kalium-EDTA ausgeschlossen ist.
Frequenz täglich
Einheitmmol/l
Normalwert
Altersgruppe Wertebereich
bis 1 Monat3.6 - 6.0 mmol/l
2 Monate bis 1 Jahr3.7 - 5.7 mmol/l
andere3.5 - 5.5 mmol/l
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
35571.7511.152.01
Beschreibung Kalium ist das wichtigste Kation im intrazellulären Raum. Die intrazelluläre Konzentration ist ca. 25x höher als im Serum. Das Konzentrationsgefälle ist entscheidend für die Aufrechterhaltung des Membranpotentials der Zelle und der neuromuskulären Erregbarkeit.

Kaliumwerte sind oft abnahme- und/oder lagerungsbedingt erhöht, z.B. bei zu langen Transportwegen, Probenmaterial vom Vortag oder schwierigen Blutentnahmen (Pseudohyperkaliämie). Extrem hohe Serum-Kaliumwerte sind meist durch den Zusatz von kaliumhaltigen Antikoagulantien bedingt.

Erniedrigte Werte werden gefunden bei länger andauerndem Erbrechen und Diarrhoe,
Kaliumverlust über die Niere (z. B. durch Diuretika), respiratorischer oder metabolischer Alkalose.

In vivo erhöhte Werte werden bei Azidose (Übersäuerung des Körpers, z.B. bei interstitieller Nephropathie oder Autoimmunerkrankungen), Niereninsuffizienz, oder der Gabe kaliumsparender Diuretika gefunden.

Hinweis: im Serum ist der Kaliumwert auch von der Thrombozytenzahl abhängig. Bei stark erhöhten Thrombozytenzahlen ggf. die Messung im Heparinplasma durchführen.
Quellen Thomas L. Labor und Diagnose. 8. Auflage, 2012
Gressner A , Arndt T. Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik. 2. Auflage, 2013
Assay-Datenblatt ISE BL66320.03 2013-07