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NameHomocystein
GruppeHämostaseologie
MaterialEDTA-Blut
oder besser Spezialröhrchen:
1. Sarstedt Monovette Homocysteine 9 NC/2.9 ml (violetter Deckel)
2. BD Vacutainer FH 20mg REF 367764 (grauer Deckel)

EDTA-, Heparinblut oder Serumproben: schnellstmöglich zentrifugieren und trennen - siehe Präanalytik.

Stabilität im Plasma / Serum (nach Trennung):
bei 2 - 25°C: 48 Std.
> 48 Std. Lagerung: bei -20°C einfrieren
Messgenauigkeit Laborseitig wird mit der Qualitätskontrolle über einen Zeitraum von 2 Monaten eine durchschnittliche Meßunsicherheit von VK 6,4 % erreicht.
Präanalytik Entnahme nüchtern nach 12h Nahrungskarenz.

Spezialröhrchen (Homocystein-Röhrchen - bei Sarstedt violetter Deckel, BD Vacutainer grauer Deckel) stabilisieren die Konzentration und die Messung ist auch noch nach 8 h Transport / Lagerung bei Raumtemperatur zuverlässig möglich.

EDTA-, Heparinblut oder Serumproben (ohne Zusatz) schnellstmöglich zentrifugieren, mind. innerhalb von 30 (bis 60) Minuten. Plasma/Serum muss dann sofort von den Blutzellen getrennt werden, da Homocystein auch nach der Abnahme aus den Erythrozyten freigesetzt wird.

Längere Lagerung von EDTA-, Heparin- oder Vollblut führt deshalb zu erhöhten Homocysteinwerten.
Transport Taggleich mit dem Fahrdienst ins Labor senden. Präanalytik vor allem für Serum-, Li-Heparin- und EDTA-Proben beachten! Wir empfehlen, grundsätzlich die Spezialröhrchen zu verwenden.
Frequenz täglich
Einheitµmol/l
Normalwert
Geschlecht Wertebereich
männlich6.0 - 16.0 µmol/l
männlich6.0 - 16.0 µmol/l
weiblich3.3 - 20.4 µmol/l
weiblich3.3 - 20.4 µmol/l
 3.7 - 12.0 µmol/l
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
373733.2311.1538.21
Beschreibung Eine Homocystein-Erhöhung im Blut ist ein durch viele Studien gesicherter Risikofaktor für arterielle Gefäßerkrankungen und findet sich bei 5 -7 % der Bevölkerung.
Eine Zunahme der Konzentration um 5 µmol/l erhöht das Risiko für eine KHK im gleichen Ausmaß wie eine Erhöhung der Cholesterinkonzentration um 20 mg/dl. Als Ursache kommt ein Mangel der Vitamine Folsäure, -B12 und -B6 oder eine angeborene verminderte Enzymaktivität in Frage. Erhöhte Werte finden sich ebenfalls bei Niereninsuffizienz und Hypothyreose. Die therapeutische Gabe der o.a. Vitamine und die Reduktion der Zufuhr von tierischem Eiweiß kann den Homocysteinspiegel senken.
Schwangere, unter Gabe Folsäure, zeigen erniedrigte Werte im Blut.
Quellen Thomas L. Labor und Diagnose, 8. Auflage 2012, S. 705-711
de Graaf A O et al. Ned Tijdschr Chem Labgeneesk 2008; 33: 172-174
Siemens ADVIA Centaur, Testzusammenfassung HCY, 10629877_DE Rev. H, 2011-07
Gressner Arndt: Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik. 2. Auflage, 2013