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NameFollikel-Stimulierendes Hormon (FSH)
SynonymeFollitropin, Follikelstimulierendes Hormon
GruppeHormone
MaterialSerum
bwz. Vollblut ohne Zusatz
Stabilität: 8 Std. bei Raumtemperatur, 48 Std. bei 2-8°C, > 48 Std. bei -20 °C einfrieren
MethodeCLIA
Messgenauigkeit Laborseitig wurde mit der Qualitätskontrolle über einen Zeitraum von 6 Monaten eine durchschnittliche Unpräzision von VK 6,10 % erreicht.
Präanalytik Es müssen keine präanalytischen Hinweise beachtet werden.
Das Material möglichst taggleich ins Labor geben.

Hämolytische (bis zu 150 mg/dl Hämoglobin), lipämische (bis zu 1000 mg/dl Triglyceride) und ikterische (bis zu 20 mg/dl Bilirubin) Serumproben haben nur geringfügigen Einfluß auf den Test.
Transport Postversand möglich
Frequenz täglich
EinheitIU/l
Normalwert
Geschlecht Altersgruppe Wertebereich
männlichandere1.27 - 19.3 IU/l
männlich21 bis 30 Jahre1.5 - 11.9 IU/l
männlich30 bis 40 Jahre1.4 - 12.8 IU/l
männlich40 bis 50 Jahre2.1 - 13.5 IU/l
männlich50 bis 60 Jahre2.6 - 15.5 IU/l
männlich60 bis 70 Jahre2.9 - 19.7 IU/l
männlich70 bis 100 Jahre1.6 - 20.4 IU/l
männlichbis 4 Jahre< 3.7 IU/l
männlich4 bis 9 Jahre< 2.0 IU/l
männlich9 bis 18 Jahre0.5 - 7.6 IU/l
männlichandere1.7 - 12.0 IU/l
männlichandere1.7 - 12.0 IU/l
weiblich16 bis 99 Jahre IU/l
weiblich16 bis 99 Jahre IU/l
weiblich16 bis 99 Jahres. Tabelle IU/l
weiblich16 bis 99 Jahre IU/l
weiblich4 bis 9 Jahre0.1 - 1.6 IU/l
weiblich9 bis 16 Jahre1.0 - 8.6 IU/l
weiblichbis 4 Jahre0.11 - 13.0 IU/l
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
402114.5711.1516.76
Beschreibung Follikelphase: 2.5 - 10.2 U/l
mittzyklisch: 3.4 - 33 U/l
Lutealphase: 1.5 - 9.1 U/l
postmenopausal: 23.0 - 116 U/l
Zielwert bei HRT: 9.7 - 111 U/l
orale Kontrazeptiva: 0 - 4.9 U/l

Das follikelstimulierende Hormon (FSH) wird bei beiden Geschlechtern in der Adenohypophyse gebildet. Es führt bei der Frau zum Follikelwachstum und Follikelreifung und regt beim Mann die Spermatogenese an. Bei Mann und Frau ist die Sekretion des FSH Teil eines komplexen Regelkreises, der sowohl positive als auch negative Rückkoppelungsmechanismen beinhaltet. FSH ist bei der Frau zyklusabhängig. Eine Interpretation der Werte ist ohne Angabe von Zyklustag, Zykluslänge bzw. klinischer Hinweise (z. B. Amenorrhoe) nicht möglich.

Bei Frauen findet man erhöhte FSH-Spiegel zusammen mit erhöhten LH-Spiegeln im Klimakterium, der Postmenopause sowie bei allen primären Störungen der Gonadenfunktion und -entwicklung.
Bei Männern sind erhöhte FSH-Spiegel Ausdruck eines primären Hodenschadens und sprechen für eine direkte tubuläre Schädigung.
Niedrige FSH-Spiegel sprechen bei Hypogonadismus für eine zentrale, d. h. hypothalamisch-hypophysäre Genese. Unterhalb der Nachweisgrenze liegende FSH-Werte findet man zusammen mit niedrigen Östrogenspiegeln und LH-Werten bei Amenorrhoen hypothalamisch-hypophysärer Genese.
Quellen Gressner AM, Arndt T: Lexikon der Medizinischen Laborartoriumsdiagnostik. 2. Auflage, 2013
Methodenspezifische Unterlagen (ggf. Rückfrage im Labor)