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NameFreies PSA (Siemens, Centaur)
SynonymefPSA, freies prostataspezfisches Antigen, Tumormarker Prostata
GruppeTumormarker
MaterialSerum
Stabilität: 6 Std. bei Raumtemperatur, 24 Std. bei 2-8°C, bei Lagerung > 24 Std. Material bei -20°C einfrieren
MethodeCMIA
Messgenauigkeit Laborseitig wurde mit der Qualitätskontrolle über einen Zeitraum von 6 Monaten ein durchschnittlicher VK von 5,7 % erreicht
Präanalytik Geschlechtsverkehr, Fahrradfahren, digital-rektale Untersuchungen und sonstige Reizung der Prostata sollten mindestens 2 Tage vor der Blutentnahme vermieden werden.
Transport Taggleicher Transport ins Labor wird empfohlen. Tägliche Messung.
Frequenz täglich
Einheitµg/l
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
3908.H317.4911.1520.11
Beschreibung Das prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein einkettiges Glykoprotein, das sich normalerweise im Zytoplasma der Azinus- und Ductus-Epithelzellen der Prostata findet. PSA ist eine neutrale Serinprotease, die im Serum zum überwiegenden Teil stabile Komplexe mit α1-Antichymotrypsin und zu einem sehr geringem Teil mit α2-Makroglobulin bildet und nur etwa 5 – 45% liegen als freies PSA vor.

Der fPSA-Test erhöht die Möglichkeit einer Diskriminierung zwischen eher maligne und eher benigne, wenn der Gesamt-PSA-Wert im leicht erhöhten Bereich zwischen 4 und 10 µg/l liegt. Für die Differentialdiagnostik ist weniger die absolute Konzentration des freien PSA, sondern vielmehr der Prozentsatz von freiem zu gesamten PSA (PSA-Quotient) richtungweisend.

Der PSA-Quotient errechnet sich wie folgt: (fPSA-Wert / PSA-Wert) * 100 = QPSA in %

Die Wahrscheinlichkeit eines Prostatakarzinoms für Personen mit Gesamt-PSA-Werten zwischen
4 und 10 µg/l liegt bei 70 % wenn der freie PSA-Anteil weniger als 10 % vom Gesamt-PSA ausmacht und nur bei 10 %, wenn der Anteil von freiem PSA mehr als 26 % des Gesamt-PSA beträgt.

FPSA sollte nur in Zusammenschau mit Gesamt-PSA interpretiert werden. Bei einem Gesamt-PSA-Wert > 10 verliert der Wert seine Aussagekraft. In diesen Fällen empfehlen wir die Bestimmung der Anstiegsgeschwindigkeit in 4-6 Wochen.
Quellen Semjonow A, Lamerz R. In: Thomas L. Labor und Diagnose. 8. Auflage, Band 2, S 1684 ff