Analysenverzeichnis

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NameFaktor VIII C
SynonymeFaktor VIII c (c=clotting activity), Faktor VIII-Aktivität, Antihämophiles Globulin A, Gerinnungsfaktor 8, FVIII, Hämophilie A-Faktor
GruppeHämostaseologie
MaterialCitratblut
Serum, EDTA-Plasma und Heparinplasma sind ungeeignet.
Das Citrat-Röhrchen muss bis zur Markierung gefüllt sein.
Die Faktor VIII -Bestimmung möglichst < 4 Stunden nach der Blutabnahme.
Citratplasma bei -20° ist 4 Wochen stabil.
Messgenauigkeit Laborseitig wird mit der Qualitätskontrolle über einen Zeitraum von 12 Monaten eine durchschnittliche Meßunsicherheit von VK 9,2 % erreicht.
Präanalytik Blutabnahme im Labor wäre optimal, Citratröhrchen ausreichend füllen (möglichst als zweites Röhrchen abnehmen). Angeronnenes Blut führt zu falsch niedrigen Werten.
Zentrifugation der Probe bei 1500 x g mindestens 15 Minuten, um plättchenfreies Plasma gewinnen zu können.
Transport Transport innerhalb von 4 Stunden ins Labor. Ggf. gefrorenes Citratplasma einsenden.
Frequenz Donnerstags
Einheit%
Normalwert
70 - 150 %
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
393926.8111.1530.83
Beschreibung Der Gerinnungsfaktor VIII gehört zusammen mit den Faktoren IX, XI und XII zur endogenen Gerinnungskaskade. Die Bestimmung kann sowohl bei Blutungsneigung als auch bei Verdacht auf Thromboseneigung sinnvoll sein.
Ein angeborener Mangel kommt bei der Hämophilie A und beim von Willebrand-Syndrom vor. Bei der Hämophilie A liegt ein x-chromosomaler Gendefekt im Faktor VIII-Gen vor. Daher sind von der Erkrankung in der Regel Männer betroffen. Ein erworbener Mangel findet man bei Blutungen (Verbrauch) oder bei der sogenannten Hemmkörperhämophilie.
Als Screeningmethode auf einen Mangel dient die partielle Thromboplastinzeit (PTT).
Erhöhte Werte sind oft Ursache einer Thromboseneigung. Eine Faktor-VIII-Erhöhung von mehr als 150 Prozent bewirkt ein etwa fünffach erhöhtes Thromboserisiko. Allerdings ist Faktor VIII auch oft im Rahmen einer Akute-Phase-Reaktion, meist im Rahmen einer Entzündung, passager erhöht. Daher sind oft mehrere Untersuchungen notwendig, um eine persistierende Faktor VIII-Erhöhung zu erkennen. Wir empfehlen bei der Fragestellung Thrombophilie stets die gleichzeitige Bestimmung von CRP.
Quellen Barthels M, Bergmann F, Czwalinna A. In: Barthels M. Das Gerinnungskompendium. 2. Auflage. 2013, 474ff