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NameFaktor XIII
SynonymeFibrinstabilisierender Faktor, Faktor XIII-Aktivität, Gerinnungsfaktor 13, FXIII,
GruppeHämostaseologie
MaterialCitratblut
Serum, EDTA-Plasma und Heparinplasma sind ungeeignet.
Das Citrat-Röhrchen muss bis zur Markierung gefüllt sein.
Messung möglichst < 8 Stunden nach der Blutabnahme.
Im Citratplasma bei 2-8°C 24 h und bei -20° 2 Monate stabil.
Messgenauigkeit Laborseitig wurde über einen Zeitraum von 6 Monaten ein durchschnittlicher VK von 6,7% errreicht.
Präanalytik Citratröhrchen ausreichend füllen (möglichst als zweites Röhrchen abnehmen). Angeronnenes Blut führt zu falsch niedrigen Werten.
Zentrifugation der Probe bei 1500 x g mindestens 15 Minuten, um plättchenfreies Plasma gewinnen zu können.
Transport Transport innerhalb von 8 Stunden ins Labor. Postversand nur gekühlt.
Frequenz Donnerstag/Taggleic
Einheit%
Normalwert
70 - 140 %
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
394314.5711.1516.76
Beschreibung Der Faktor XIII steht am Ende der Gerinnungskaskade und wird durch Thrombin aktiviert. Er sorgt für die Quervernetzung von Fibrin und schützt Fibrin vor dem Abbau durch Plasminogen. Er wird daher auch fibrinstabilisierender Faktor genannt. Mit den Globaltesten PTT und TPZ (Quick/INR) kann ein Mangel nicht erkannt werden. Bei auffälliger Blutungsneigung muss Faktor XIII im Gegensatz zu anderen Fakoren auch bei normalen Globaltesten stets direkt bestimmt werden. Typisch für einen Mangel ist das Wiedereinsetzen der Blutung nach zwischenzeitlicher Blutstillung und Wundheilungsstörungen mit schwacher „Schorfbildung“. Bei Werten < 7 % ist mit einer spontanen Blutungsneigung zu rechnen. Das Faktor XIII-Gen sollte bei erniedrigten Werten molekulargenetisch untersucht werden.
Ein angeborener Mangel ist extrem selten (1:2 Mio) und wird autosomal rezessiv vererbt.
Bei vielen verschiedenen Erkrankungen kann es zu einem sekundär erworbenen Mangel kommen, meist mit Werten zwischen 30 und 60 %. Im Vordergrund steht der Verbrauch bei ausgedehnten Wunden, Verbrauchskoagulopathien oder auch einer Asparaginasetherapie.
Erhöhte Werte sind nach jetziger Studienlage bedeutungslos.
Quellen Barthels M, Bergmann F, Czwalinna A. In: Barthels M. Das Gerinnungskompendium. 2. Auflage. 2013, 529ff