Analysenverzeichnis

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NameKupfer im Serum
SynonymeCu
GruppeElektrolyte im Serum
MaterialSerum
2 ml Vollblut ohne Zusatz, Serum
möglichst wenig stauen

Stabilität bei 4°C: 2 Wochen
MethodeCoulometrie mit PAESA
Einheitµmol/l
Normalwert
Geschlecht Wertebereich
männlich11 - 22 µmol/l
weiblich12 - 24 µmol/l
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
41312.3311.152.68
Beschreibung Das Spurenelement Kupfer ist Bestandteil mehrerer Enzyme. Ein Mangel ist bei normaler Ernährung sehr selten. Im Blut liegt Kupfer zumeist an Coeruloplasmin gebunden vor.

Eine erbliche Kupferstoffwechselstörung ist der Morbus Wilson, bei der die biliäre Kupferausscheidung vermindert ist, sodass es zu pathologischer Kupferspeicherung in der Leber und den Stammganglien kommt. Typischer Weise ist das Serum-Kupfer erniedrigt, bei gleichzeitig erhöhter Urin-Kupferausscheidung. Typische Symptome bei Kindern und jungen Erwachsenen sind abdominelle Schmerzattacken, Hämolysezeichen, neurologische Störungen und Leberschädung.

Eine weitere Kupferstoffwechselstörung mit Kupfermangel ist das Menkes-Syndrom, eine X-chromosomal rezessiv vererbte Erkrankung. Hierbei ist die Kupferabgabe bei normaler Kupferaufnahme gestört. In der Folge ist die Aufnahme von Kupfer aus dem Darm ungenügend. Außerdem führt dies zu einer falschen Verteilung des Spurenelements mit erniedrigten Konzentrationen in Leber und Gehirn jedoch erhöhten Konzentrationen in Darmzellen, Herz, Bauchspeicheldrüse und Nieren.

Erhöhte Kupferwerte finden sich bei einer Anzahl von unterschiedlichen Erkrankungen z.B. Entzündungen und Tumoren und sind ohne klinische Relevanz, da überschüssiges Kupfer über die Galle ausgeschieden wird.
Quellen 1. Thomas L. Labor und Diagnose. 8. Auflage, 2012, S. 554-559
2. Gressner Arndt: Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik. 2. Auflage, 2013