| Name | Malaria-Schnelltest
| Synonyme | Malaria tropica, Malaria tertiana, Malaria quartana, Plamodium falciparum, Pl. vivax, Pl. ovale, Pl. malariae, Pl. knowlesi
| Gruppe | Malaria/Blutparasiten
| Material | EDTA-Blut | EDTA-Blut Methode | Immunchromatographie
| Präanalytik |
Dieser Test ersetzt nicht die mikroskopische Diagnostik, die stets mit angefordert werden muss!
| Bitte informieren Sie uns auf dem Auftragsschein über die Reiseanamnese! Transport |
Umgehend bei Raumtemperatur (Notfalldiagnostik!)
| Indikation |
V.a. Malaria bei:
| - Symptomen nach Aufenthalt in endemischen Gebieten ab 6. Tag nach Ankunft bis Jahre danach - Fieber unklarer Genese (auch bei Z.n. i.v. Drogenabusus, Transplantation, Bluttransfusion) Normalwert |
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Abrechnung |
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Beschreibung |
Erreger und Erkrankung:
| Bei Plasmodium spp. handelt es sich um Einzeller (Protozoen) aus der Gruppe der Sporentierchen. Es gibt 5 häufige Arten von humanpathogenen Plasmodien: Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica), Pl. vivax & Pl. ovale (Erreger der Malaria tertiana), Pl. malariae (Erreger der Malaria quartana) und Pl. knowlesi (Erreger der Knowlesi-Malaria). Die Infektion im Endemiegebiet erfolgt über den Stich der weiblichen Anopheles-Mücke, selten auch außerhalb von Endemiegebieten durch Blutkonserven, Organtransplantate oder Needle-Sharing bei i.v.-Drogenabusus. Malaria gehört zu den wichtigsten parasitären Infektionskrankheiten weltweit und stellt insbesondere für die Bewohner der Tropen und Subtropen, v.a. in Subsahara-Afrika, eine große Bedrohung dar. Die klinischen Symptome beinhalten u.a. Fieberschübe (z.T. periodisch auftretend), Müdigkeit, Kopfschmerzen, Durchfall und Muskelschmerzen. Verwechslungen mit Krankheitsbildern wie einem grippalen Infekt, Influenza oder Gastroenteritis sind möglich, daher ist eine detaillierte Anamnese essentiell. Die Malaria ist eine stets potentiell lebensbedrohliche Erkrankung, die u.a. mit Organversagen, Anämie und Koma einhergehen kann. Derzeit ist keine reisemedizinische Impfung verfügbar. Die Prävention erfolgt durch Expositionsprophylaxe (z.B. Repellentien, Bekleidung, Netze, etc.) und je nach Reiseziel häufig zusätzlich durch medikamentöse Chemoprophylaxe. Siehe auch Veröffentlichungen der DTG (z.B. Quelle 6). Diagnostik: Es handelt sich stets um eine Notfalldiagnostik. Diese erfolgt primär mikroskopisch, kann aber durch den Schnelltest und die PCR ergänzt werden. Ein dicker Tropfen wird stets um einen Blutausstrich ergänzt. Ein positiver Befund wird umgehend an den ärztlichen Einsender kommuniziert. Der serologische Antikörpernachweis ist NICHT für die Diagnostik einer akuten Infektion geeignet! Die laborchemische Diagnostik sollte stets u.a. auch eine Abklärung folgender Parameter zur Einschätzung des klinischen Verlaufs einer Malaria enthalten: Differential-Blutbild, Hb, BZ, Kalium, Base Excess, Laktat, Kreatinin, Bilirubin. Meldepflicht gemäß IfSG: § 7 (Labormeldung): (in)direkter Nachweis mit Hinweis auf akute Infektion Quellen |
1. MIQ 4. Parasitosen 2010. Elsevier, München
| 2. Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Malaria, Version 30.08.2025 3. RKI-Ratgeber, Malaria, Stand: 07.03.2024 4. Gebrauchsanweisung, BinaxNOW® Malaria 5. Infektionsschutzgesetz 6. DTG, Flugmedizin, Tropenmedizin, Reisemedizin, Empfehlungen zur Malariaprophylaxe, August 2024 |
Labor Dr. Heidrich & Kollegen Medizinisches Versorgungszentrum GmbH
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