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NameLuteinisierendes Hormon (LH)
SynonymeLuteinisierendes Hormon, Luteotropin, Interstitial cell stimulating hormone (ICSH)
GruppeHormone
MaterialSerum
Serum, (EDTA-, Lithiumheparin-) Plasma

Stabilität: 8 Std. bei Raumtemperatur, 48 Std. bei 2-8°C, > 48 Std. bei -20 °C einfrieren
MethodeCLIA
Präanalytik Abnahme idealerweise am 4.-7. Zyklustag unter Angabe des Zyklustags und der Zykluslänge (Menstruationsintervall), falls diese bestimmbar sind.

Die Verabreichung von GnRH, Clomifenacetat, humanem menopausalem Gonadotropin (hMG), Östrogen, Testosteron kann zu Veränderungen des LH-Werts führen
Transport Taggleicher Transport ins Labor, taggleiche Messung.
Frequenz täglich
Indikation Frauen: Zyklusstörungen, Sterilitätsdiagnostik, Hormonsubstitution
Männer: Ätiologie Hypogonadismus
EinheitIU/l
Normalwert
Geschlecht Altersgruppe Wertebereich
männlichab 70 Jahre3.1 - 34.6 IU/l
männlich21 bis 70 Jahre1.5 - 9.3 IU/l
männlich12 bis 21 Jahre1.0 - 7.1 IU/l
männlich9 bis 12 Jahre< 2.9 IU/l
männlich4 bis 9 Jahre< 0.40 IU/l
männlichbis 4 Jahre< 0.07 IU/l
weiblichab 21 Jahres. Tabelle IU/l
weiblich12 bis 21 Jahres. Tabelle IU/l
weiblich9 bis 12 Jahres. Tabelle IU/l
weiblich4 bis 9 Jahre< 0.2 IU/l
weiblichbis 4 Jahre< 0.07 IU/l
Abrechnung
GOÄ
Position
   Anzahl   Faktor   Preis €
402611.1516.76
Beschreibung Referenzbereich Frauen:
Follikelphase: 1.9 - 12.5 IU/l
mittzyklisch: 8.7 - 76.3 IU/l
Lutealphase: 0.5 - 16.9 IU/l
postmenopausal: 15.9 - 54 IU/l
orale Kontraz.: 0.7 - 5.6 IU/l

Referenzbereich Männer: 0,8 -7,6 IU/l

Das Luteinisierendes Hormon (LH) wird im Hypophysenvorderlappen gebildet, als Reaktion auf die Freisetzung von Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH) sezerniert und gehört zu der Gruppe der Gonadotropine. Bei Mann und Frau ist die Sekretion des LH Teil eines komplexen Regelkreises, der sowohl positive als auch negative Rückkopplungsmechanismen beinhaltet.

LH bewirkt bei Frauen im gebärfähigen Alter die Auslösung des Eisprungs und leitet damit die zweite Zyklushälfte, die Lutealphase, ein. Unter dem Einfluss von LH bildet sich in dieser Zyklusphase aus dem Follikelrest der Gelbkörper (Corpus luteum), der das Hormon Progesteron produziert.

Beim Mann stimuliert LH die Testosteronbildung in den Leydig-Zellen des Hodens.

Bestimmung der Gonadotropine ist sinnvoll bei:
Unerfülltem Kinderwunsch, bei Verdacht auf eine gestörte Funktion der Eierstöcke z. B. beim PCO-Syndrom, verstärktem Haarwuchs (Hirsutismus) bzw. Zeichen der Vermännlichung (Virilisierung), frühzeitige Pubertät, bei Männern bei Verdacht auf eine gestörte Hodenfunktion (primärer oder sekundärer Hypogonadismus), angeborene Störungen wie z. B. das Klinefelter-Syndrom etc.
Quellen L. Thomas, Labor & Diagnose, Release 11, 2025
Datenblatt: Luteinisierendes Hormon (LH), Rev. 05, 2023-03