| Name | Luteinisierendes Hormon (LH)
| Synonyme | Luteinisierendes Hormon, Luteotropin, Interstitial cell stimulating hormone (ICSH)
| Gruppe | Hormone
| Material | Serum | Serum, (EDTA-, Lithiumheparin-) Plasma Stabilität: 8 Std. bei Raumtemperatur, 48 Std. bei 2-8°C, > 48 Std. bei -20 °C einfrieren Methode | CLIA
| Präanalytik |
Abnahme idealerweise am 4.-7. Zyklustag unter Angabe des Zyklustags und der Zykluslänge (Menstruationsintervall), falls diese bestimmbar sind.
| Die Verabreichung von GnRH, Clomifenacetat, humanem menopausalem Gonadotropin (hMG), Östrogen, Testosteron kann zu Veränderungen des LH-Werts führen Transport |
Taggleicher Transport ins Labor, taggleiche Messung.
| Frequenz |
täglich
| Indikation |
Frauen: Zyklusstörungen, Sterilitätsdiagnostik, Hormonsubstitution
| Männer: Ätiologie Hypogonadismus Einheit | IU/l
| Normalwert |
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Abrechnung |
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Beschreibung |
Referenzbereich Frauen:
| Follikelphase: 1.9 - 12.5 IU/l mittzyklisch: 8.7 - 76.3 IU/l Lutealphase: 0.5 - 16.9 IU/l postmenopausal: 15.9 - 54 IU/l orale Kontraz.: 0.7 - 5.6 IU/l Referenzbereich Männer: 0,8 -7,6 IU/l Das Luteinisierendes Hormon (LH) wird im Hypophysenvorderlappen gebildet, als Reaktion auf die Freisetzung von Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH) sezerniert und gehört zu der Gruppe der Gonadotropine. Bei Mann und Frau ist die Sekretion des LH Teil eines komplexen Regelkreises, der sowohl positive als auch negative Rückkopplungsmechanismen beinhaltet. LH bewirkt bei Frauen im gebärfähigen Alter die Auslösung des Eisprungs und leitet damit die zweite Zyklushälfte, die Lutealphase, ein. Unter dem Einfluss von LH bildet sich in dieser Zyklusphase aus dem Follikelrest der Gelbkörper (Corpus luteum), der das Hormon Progesteron produziert. Beim Mann stimuliert LH die Testosteronbildung in den Leydig-Zellen des Hodens. Bestimmung der Gonadotropine ist sinnvoll bei: Unerfülltem Kinderwunsch, bei Verdacht auf eine gestörte Funktion der Eierstöcke z. B. beim PCO-Syndrom, verstärktem Haarwuchs (Hirsutismus) bzw. Zeichen der Vermännlichung (Virilisierung), frühzeitige Pubertät, bei Männern bei Verdacht auf eine gestörte Hodenfunktion (primärer oder sekundärer Hypogonadismus), angeborene Störungen wie z. B. das Klinefelter-Syndrom etc. Quellen |
L. Thomas, Labor & Diagnose, Release 11, 2025
| Datenblatt: Luteinisierendes Hormon (LH), Rev. 05, 2023-03 |
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