| Name | Legionella pneumophila PCR
| Synonyme | Legionärskrankheit, Pontiac Fever
| Gruppe | PCR
| Material | Mikrobiologie | Sputum, Trachealsekret, BAL, Pleurapunktat, Lungengewebe Messgenauigkeit |
Nachweisgrenze: 50 Kopien/Reaktion
| Präanalytik |
Sekrete/Gewebe: eSwab, sterile Probengefäße ohne Zusätze
| Transport |
Nach Entnahme innh. 24 h: Raumtemperatur (15-25 °C).
| Transportwege > 24 h bis max 5 d: Transport & Lagerung bei 2-8 °C Indikation |
V.a. Legionärskrankheit, Pneumonie
| Normalwert |
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Abrechnung |
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Beschreibung |
Erreger und Erkrankung:
| Legionella spp. sind intrazelluläre, gramnegative Bakterien mit über 60 Arten und mind. 79 verschiedenen Serogruppen. Eine Vermehrung findet im Wasser v.a. bei Temperaturen von 25-45°C statt. L. pneumophila der Serogruppe 1 verursachen in Europa am häufigsten ambulant erworbene Infektionen, v.a. bei Pat. > 50 Jahre, Immunsuppression oder bei vorbestehender Grunderkrankung. Die Infektion erfolgt über das Einatmen kontaminierter Aerosole, z.B. in Whirlpools, Wassersysteme, Klimaanlagen, etc. Bei der Legionärskrankheit kommt es nach 2-10 Tagen zur schweren Pneumonie, während das Pontiac Fieber als akuter, oft respiratorischer Infekt, ohne Pneumonie verläuft. Die Therapie der schweren Legionärskrankheit Erwachsener erfolgt in der Regel unter Beachtung des Rote Hand Briefs mittels Levofloxacin, bei leichteren Verläufen oder Kontraindikationen für Levofloxacin kann auch Azithromycin zum Einsatz kommen. Diagnostik: Die Diagnose der akuten Legionellen-Infektion erfolgt meist primär durch den Antigen-Nachweis aus Urin. Da hauptsächlich L. pneumophila Serogruppe 1 mit einer Sensitivität von 75% durch diesen Test erfasst werden, sollte u.a. im negativen Fall bei fortgesetztem Verdacht eine PCR ggf. in Kombination mit einer kulturellen Diagnostik aus o.a. Atemwegsmaterialien erfolgen. Zur Abgrenzung anderer potentieller Erreger kann zusätzlich eine respiratorische Multiplex-PCR erfolgen. Meldepflicht gemäß IfSG: § 7 (Labormeldung): (in)direkter Nachweis mit Hinweis auf akute Infektion Bitte im Behandlungsfall die Ausnahmekennziffer 32006 vermerken! Quellen |
1. Mikrobiologisch-infektiologische Qualitätsstandards (MiQ), MiQ 07/08, 2013, Elsevier
| 2. Behandlung von erwachsenen Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie – Update 2021, AWMF-R.-Nr. 020-020 3. Management der ambulant erworbenen Pneumonie bei Kindern und Jugendlichen, AWMF S2k Leitlinie 048/013, 2024 4. RKI-Ratgeber: Legionellose, Stand: 20.10.2021 5. Gebrauchsanweisung r-Biopharm, RIDAGene CAP Bac, 24.03.2021 6. Infektionsschutzgesetz §6, §7 |
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