| Name | Hepatitis E IgG (Blot)
| Gruppe | Hepatitis E
| Material | Serum
| Methode | Immunoblot
| Präanalytik |
Lagerung: max. 7 Tage bei 2-8°C
| Folgende Störfaktoren können zu falschen Ergebnissen führen: mit Hitze vorbehandelte Proben, hämolytische, ikterische oder lipämische Proben Frequenz |
2 mal wöchentlich
| Indikation |
Überprüfung reaktiver Ergebnisse im Hepatitis E CLIA
| Abrechnung |
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Beschreibung |
Erreger und Erkrankung:
| In Europa kommen überwiegend Infektionen mit Genotyp 3 vor, die primär über ein tierisches Reservoir bzw. deren Verzehr (meist Schwein, selten andere Wildtiere) übertragen werden. Infektionen, die bei Reisen ins nicht-europäische Ausland erworben werden (z.B. Afrika, Asien, etc.) sind meist durch Genotypen 1, 2 und 4 bedingt. Fäkal-orale Mensch-zu-Mensch-Übertragungen sind insbesondere durch Genotyp 1 und 2 bekannt. Alle Genotypen sind über Blutprodukte übertragbar. Die Inkubationszeit liegt bei 3-8 Wochen. Die Infektion mit Genotyp 3 verläuft häufig subklinisch oder bei Immunkompetenten als meist selbstlimitierende Hepatitis. Fulminante Verläufe mit Leberversagen sind insbesondere bei Immunsuppression oder vorbestehender Lebererkrankung, bei Infektion mit Genotyp 1 auch bei Schwangeren, möglich. Auch chronische Verläufe (RNA-Nachweisdauer von > 6 Monaten) mit dem Risiko der Leberzirrhose können bei Immunsuppression vorkommen. Bei chronischer Infektion steht therapeutisch die Reduzierung der Immunsuppression im Vordergrund. Ist dies nicht möglich oder erfolgreich, kann eine antivirale Therapie erfolgen. Für die Behandlung bei Leberversagen kommt nur eine Lebertransplantation in Frage. Diagnostik: Die Serologie ist für die Diagnostik bei Immunkompetenten oft gut geeignet. Bei reaktiven Antikörperergebnissen im CLIA erfolgt zur Überprüfung ein Immunoblot. Bei V.a. akute Infektion und insbesondere bei Immunsuppression ist diese allerdings unzureichend und es sollte stets auch PCR-Diagnostik aus Stuhl oder EDTA-Blut erfolgen. Der Nachweis aus Stuhl kann gegenüber der Virämie verlängert sein. Meldepflicht gemäß IfSG: § 7 (Labormeldung): (in)direkter Nachweis mit Hinweis auf akute Infektion § 6 (behandelnder Arzt): Krankheitsverdacht, Erkrankung oder Tod Quellen |
1. MiQ 35b, 2016, Infektionsimmunologische Methoden, Elsevier, 2016
| 2. RKI-Ratgeber, Hepatitis E, Stand 08.12.2023 3. Gebrauchsanweisung, Diasorin, LIAISON® MUREX Anti-HEV IgG, DE-200/007-004, 04 - 2025-11 4. Gebrauchsanweisung, Diasorin, LIAISON® MUREX Anti-HEV IgM, DE-200/007-117, 05-2025-11 |