Name | HBe-Antigen
Synonyme | Hepatitis B
| HBV Hepatitis B Virus Gruppe | Hepatitis B
| Material | Serum | Haltbarkeit: 7 Tage bei 2 - 8 °C Methode | CMIA
| Präanalytik |
Hämolytische (bis zu 500 mg/dl Hämoglobin), lipämische (bis zu 500 mg/dl Triglyceride) und ikterische (bis zu 40 mg/dl Bilirubin) Serumproben zeigen eine bis zu ≤ 20%ige Änderung bei den Ergebnissen.
| Transport |
Raumtemperatur
| Frequenz |
täglich
| Indikation |
Verifizierung des Immunstatus bei akuter und chronischer Hepatitis B
| Normalwert |
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Abrechnung |
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Beschreibung |
Hepatitis-B Virus, HBV, ist weltweit endemisch. HBV wird durch direkten Kontakt mit Blut und Körperflüssigkeiten übertragen. Die Inkubationszeit beträgt 6-8 Wochen (zwischen 1 und 6 Monaten möglich). 90 bis 95% der erwachsenen Patienten mit einer HBV-Infektion genesen vollkommen von der Akuterkrankung und sind dann virenfrei. Etwa 5 bis 10% der HBV-Patienten werden zu chronischen Virenträgern. Etwa 90% aller HBV-infizierten Neugeborenen entwickeln eine chronische HBV-Infektion.HBV-Infektionen sind besonders bei chronischem Verlauf eindeutig mit der Entwicklung von Leberzellkarzinomen assoziiert. Eine Reaktivierung ist auch nach vermeintlich vollständiger Viruselimination z.B. Immunsuppression möglich.
| Die Erkennung des HBe-Antigens dient als Indikator für eine aktive Infektion bzw. Infektiosität. Ein Verschwinden des HBe-Antigens und das Auftreten von Anti-HBe zeigt den Übergang in die nichtreplikative Phase des Hepatitis B-Virus an und gilt als prognostisch günstiges Zeichen. Nicht bei allen Virussubtypen nachweisbar. Der HBeAg-Test dient als Unterstützung bei der Diagnose und Überwachung von Patienten mit einer viralen Hepatitis B-Infektion, wenn er zusammen mit den Ergebnissen anderer HBV-Markertests verwendet wird. Er ist kein Suchtest. Meldepflicht. Ein positiver Nachweis von HBe-AG muss gemäß IfSG durch das Labor namentlich an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden. Diagnosemeldung durch behandelnde Ärzte: akute Hepatitis namentlich an das Gesundheitsamt Bitte auf dem Überweisungsschein die Ausnahmekennziffer 32006 vermerken! Quellen |
1. Gressner A, Arndt T. Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik. 2. A., 2013 Springer, Berlin,631ff
| 2. Darai G et al. Lexikon der Infektionskrankheiten des Menschen. 4. A., 2012 Springer, Berlin, 371ff 3. MIQ 25. Diagnostik von Infektionen der Leber. 2006 Elsevier, München |
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