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NameGlutamat-Pyruvat-Transaminase (GPT/ALT)
SynonymeGlutamat-Pyruvat-Transaminase, GPT, ALT, Alanin-Aminotransferase
GruppeEnzyme
MaterialSerum
Serum, Heparinplasma

bei 15 – 25°C 3 Tage stabil
bei 2 und 8°C 7 Tage stabil
bei -20°C 30 Tage stabil (Herstellerangabe)

Längere Lagerung führt zu Aktivitätsverlust
MethodeIFCC modifiziert; enzym. UV-Test
Präanalytik Eine Hämolyse bei Blutentnahme, Lagerung und Transport ist zu vermeiden. Serum ist möglichst zeitnah vom Blutkuchen zu trennen. Nüchternabnahme wird empfohlen.

Hämolyse stört (geringer ausgeprägt als bei der GOT), Lipidämie stört (Triglyceride > 300 mg/dl)
Transport Abgetrenntes Serum ist für den Postversand geeignet.
Tägl. Bestimmung im Labor.
Frequenz täglich
EinheitU/l
Normalwert
Geschlecht Altersgruppe Wertebereich
männlich18 bis 120 Jahre< 50 U/l
weiblich18 bis 120 Jahre< 35 U/l
 3 bis 6 Jahre< 39 U/l
 1 Jahr bis 3 Jahre< 29 U/l
 6 bis 12 Jahre< 44 U/l
 12 bis 18 Jahre< 45 U/l
 0 Tage bis 1 Jahr< 49 U/l
Abrechnung
GOÄ
Position
   Anzahl   Faktor   Preis €
3595.H111.152.68
Beschreibung Basisparameter bei der Diagnostik zur Abklärung von Lebererkrankungen. Kenngröße einer Leberzellschädigung, geeignet zur Verlaufs- und Therapiebeurteilung.

Bei GPT handelt es sich um eine Enzymgruppe der Aminotransferasen, die die reversible Umwandlung von Alpha-Ketosäuren in Aminosäuren durch Aminogruppenübertragung katalysiert.

Die spezifische Aktivität von GPT in der Leber ist ca. 10 - mal höher als in der Herz- und Skelettmuskulatur. Daher wird erhöhte Serum-GPT-Aktivität hauptsächlich als Indikator für parenchymale Lebererkrankungen betrachtet. GPT tritt im Zytosol der Hepatozyten auf. Erhöhte Serum-GPT-Werte deuten auf einen Integritätsverlust der Hepatozyten-Plasma-Membran hin.
GPT reagiert bei der Diagnose hepatobiliärer Erkrankungen sensibler als GOT.
Erhöhte GPT-Werte sind bei Virus-Hepatitis und anderen Lebererkrankungen nachweisbar, bevor es zu manifesten klinischen Symptomen wie Ikterus kommt.

Sehr stark erhöhte Werte (50-fach über Referenzbereich) treten v.a. bei akuter Virus-Hepatitis auf, sowie bei akuten Leberperfusions-Störungen oder akuter Lebernekrose nach Aufnahme von Giftstoffen einschließlich Paracetamol und Kohlenstofftetrachlorid.

Stark erhöhte Serum-GPT-Werte treten auf bei Erkrankungen der Leber einschließlich Hepatitis, Mononukleose und Zirrhose und deuten auf akute hepatozelluläre Schädigung jeglicher Ursache hin (z.B. viral, toxisch, autoimmun, gestörte Perfusion).
Leicht bzw. mäßig erhöhte GPT-Werte lassen sich bei Alkoholkonsum und Einnahme von Medikamenten wie Penizillin, Salicylaten und Opiaten beobachten.
Quellen 1. Thomas L. Labor und Diagnose, Release 7, 2024, www.labor-und-diagnose.de
2. Alanin-Aminotransferase P5P (ALTPLc): Atellica CH Alanine Aminotransferase P5P (ALTPLc), Siemens Healthineers Gebrauchsanweisung Rev. 02, 2022-08