| Name | Candida-Antigen
| Synonyme | Candidose
| Candidiasis Gruppe | Infektionsserologie - Candida albicans
| Material | Serum | Serum, Plasma (EDTA, Citrat, Heparin) Methode | ELISA
| Messgenauigkeit |
Die eingesetzten Antikörper weisen Kreuzreaktionen mit allen relevanten Candida-Spezies auf. Somit ist eine umfangreiche Candida-Antigen-Erfassung gewährleistet.
| Die Umgebungstemperatur und die Temperatur der Reagenzien beeinflusst die Antikörperbindung und somit die Extinktion. Je höher die Temperatur, desto höher die Extinktion. Das Reagenz darf nur bei Raumtemperatur (18°– 25°C) eingesetzt werden. Sensitivität laut Hersteller: > 99 % Spezifität laut Hersteller: 97,8 % Messbereich: 0,7 – 50 U/ml Transport |
Raumtemperatur
| Indikation |
V.a. systemische Candida-Infektion
| Einheit | U/mL
| Normalwert |
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Abrechnung |
GOÄ: 4379 Faktor: 1.15 Preis:16,76 €
| EBM: 32686 Preis:10,76 €
Beschreibung |
Erreger und Erkrankung:
| Die Gattung Candida gehört zu den Sproßpilzen und ist bei etwa 40% der gesunden Bevölkerung als harmloser Kommensale auf Schleimhäuten (Mund und Darmflora) zu finden. Die Übertragung erfolgt meist über Schmierkontaminationen von Mensch zu Mensch. Auslöser für eine Candida-Infektion ist häufig eine instabile Immunitätslage, insbesondere ein Defekt der zellulären Immunantwort. Eine Oberflächencandidose entsteht durch zunehmende Vermehrung und Anheftung von Candida Spezies an Epithelzellen. Gelingt es dem Mikroorganismus die Schleimhautbarrieren zu überwinden und in Lymphsystem und Blutbahn überzutreten, dann kommt es zur Besiedlung der weiterer Organe und zur Ausbildung einer systemischen, invasiven Candidose. Der Krankheitsverlauf einer invasiven Candidose ist sehr uncharakteristisch, was die frühzeitige Erkennung einer Infektion erheblich erschwert. Es muss beachtet werden, dass auch eine vorübergehende Candidabesiedlung eine Antikörperantwort induzieren kann. Im Gegensatz dazu kann es bei systemischen Candidainfektionen bei immunsupprimierten Patienten oft nur zu geringgradigen Titerbewegungen kommen. Ergänzungstest zur Antikörperdiagnostik bei V.a. auf invasive, systemische Candidiasis. Verlaufskontrolle. Da unbehandelte invasive Infektionen tödlich verlaufen können, ist es empfehlenswert, Risikopatienten im Abstand von einer Woche a uf Candida-Antikörper zu überprüfen. Bei akutem Verdacht auf eine invasive Candidose sollten zusätzliche Serumproben getestet werden. Zur optimalen Überwachung und Therapiesteuerung sollten jedoch auch weitere Nachweismethoden (Kultur, Antigennachweis) kombiniert eingesetzt werden, da derzeit keine Nachweismethode alleine die Möglichkeit einer umfassenden Candida-Diagnostik bietet. Diagnostik: Das in der Patientenprobe gesuchte Antigen bildet mit dem auf der Mikrotiterplatte fixierten Antikörper einen Immunkomplex. Nicht gebundenes Antigen wird durch Waschprozesse entfernt. Der Enzymmarkierte Antikörper aus dem Konjugat verbindet sich mit den gebildeten Immunkomplex. Nicht gebundene Immunglobuline werden wiederum durch Waschprozesse entfernt. Nach Zugabe der Substratlösung entsteht durch Enzymaktivität (Peroxidase) ein blauer Farbstoff, der nach Zugabe der Stopplösung nach gelb umschlägt. Die Signalstärke des Reaktionsprodukts ist proportional zur Antigenkonzentration in der Probe und wird photometrisch erfasst. Ein positives Testergebnis weist auf eine Candida-Fungämie hin. Die Interpretation der Ergebnisse kann nur in Zusammenhang mit dem klinischen Bild und anderen Nachweismethoden erfolgen. Ein negatives Ergebnis schließt eine Infektion nicht aus. Besonders bei hohen Candida Antikörper-Titer kann es sein, dass die Antikörper das Antigen so stark maskieren, dass selbst durch die Denaturierungsschritte das Antigen nicht erkannt wird. Auch der Zeitpunkt der Probennahme währent der Infektion, eine ungeeignete Probennahme, Probenvorbereitung oder Probenlagerung können ein negatives Testergebnis verursachen. Negativ: < 1,4 U/ml Grenzwertig: 1,4 – 2,6 U/ml Positiv: > 2,6 U/ml Quellen |
1. Darai G et al. Lexikon der Infektionskrankheiten des Menschen. Auflage 4. A., 2012 Springer, Berlin, 150ff
| 2. SOP DSX 3. Gerätebedienerhandbuch des DSX 4. Gebrauchsanweisung: Serion ELISA antigen Candida V200-5 vom 05/2025 5. VA-PA 09 manuelle Messwerterfassung 6. FB-RM 02 7.S1-Leitlinie Diagnostik und Therapien von Candida-Infektionen, AWMF |
Labor Dr. Heidrich & Kollegen Medizinisches Versorgungszentrum GmbH
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