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NameCreatinkinase (CK)
SynonymeCK-NAC (N-Acetylcystein), Kreatinkinase, Gesamt-CK
GruppeEnzyme
MaterialSerum
oder Heparinplasma
MethodeIFCC-UV-Test; NAC aktiviert
Messgenauigkeit Laborseitig wurde mit den Qualitätskontrollen über einen Zeitraum vom 6 Monaten ein VK von 2,9 % erreicht (Vorgabe < 4,6%). Ausreichende Präzision für die diagnostische Fragestellung.
Präanalytik Haltbarkeit 2 Tage bei 2 - 8 °C, Lichtschutz, wenn Lagerung länger als 12 Stunden.
Die Enzymaktivität ist bei 2-8°C 12h stabil, bei 15-25°C ca. 4h
Plasma mit Antikoagulanzien wie Oxalat, Citrat und Fluorid wird nicht empfohlen.
Transport taggleich innerhalb von 4 Stunden unter definierten Standardbedingungen
Frequenz täglich
EinheitU/l
Normalwert
Geschlecht Altersgruppe Wertebereich
männlich1 Monat bis 3 Monate29 - 303 U/l
männlich4 Monate bis 1 Jahr25 - 172 U/l
männlich1 Jahr bis 10 Jahre28 - 162 U/l
männlichandere< 171 U/l
weiblich1 Monat bis 3 Monate43 - 474 U/l
weiblich4 Monate bis 1 Jahr27 - 242 U/l
weiblich1 Jahr bis 10 Jahre25 - 177 U/l
weiblichandere< 145 U/l
 0 bis 4 Tage470 - 1200 U/l
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
3590.H12.3311.152.68
Beschreibung Die Creatinkinase (CK) ist ein Leitenzym für die Diagnose von Schädigungen der Herz- und Skelettmuskulatur. Dabei kann von der Höhe des CK-Anstiegs auf die Größe der Schädigung geschlossen werden. Es besteht aus den Untereinheiten M (Muskel) und/oder B (Brain-Gehirn), die sich zu den Isoenzymen CK-MM, CK-MB und CK-BB verbinden.
Etwa vier Stunden nach einer Schädigung der Muskelzelle steigen die Werte der CK im Serum an. Die Halbwertzeit (HWZ) im Serum beträgt ca. 18 Stunden. Bei Verdacht auf eine Herzmuskelschädigung sollte zusätzlich CK-MB, besser noch Troponin bestimmt werden.
Erhöhte Werte werden gefunden bei: Herzmuskelschädigung, Skelettmuskelschädigung, körperliche Anstrengung, Einnahme von Medikamente z.B. Statine, Alkoholgenuss und bei Schiddrüsenerkrankungen
Eine sogenannte Makro-CK bewirkt ständig erhöhte CK-Werte. Die CK kann in den Fällen nicht zu diagnostischen Zwecken genutzt werden.
Liegt die CK-MB im Referenzbereich bzw. ist der CKMB/CK-Quotient kleiner 6 %, liegt eine Skelettmuskelschädigung vor.
Die erhöhte Gesamt-CK wird dann eine deutlich erhöhte CK-MM verursacht. Als Ursache kommen Verletzungen, Operationen, i.m.-Injetkionen, arterielle Embolien, Muskelkrämpfe, Myositiden, Muskeldystrophien u. a. in Betracht. Leichte Erhöhungen werden auch nach körperlicher Anstrengung gefunden (Schädigung durch kleine Verletzungen). Eine Makro-CK als Ursache wurde ausgeschlossen. Niedrige Werte weisen auf eine geringe Muskelmasse hin.
Quellen Thomas L: Labor und Diagnose. 8. Auflage, 2012
Tiller, Stein: Das klinische Labor 2003
Gressner Arndt: Lexikon der Medizinischen Laborartoriumsdiagnostik. 2. Auflage, 2013
Assay Datenblatt: BLOSR6x79.03 2012-08
Verweise CK-MB, CK-MB-Quotient