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NameCA 19-9 (Siemens, Centaur)
SynonymeCarbohydrate Antigen 19-9, CA 19-9, CA199,
GruppeTumormarker
MaterialSerum
Stabilität: 7 Tage bei Raumtemperatur, 30 Tage bei 2-8°C, 3 Monate bei -20°C einfrieren
MethodeCLIA
Messgenauigkeit Laborseitig wurde mit der Qualitätskontrolle über einen Zeitraum von sechs Monaten ein VK von 7,2% ermittelt.
Transport Taggleicher Transport ins Labor wird empfohlen.
Frequenz täglich
EinheitU/ml
Normalwert
< 37.0 U/ml
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
3902.H317.4911.1520.11
Beschreibung Das Carbohydrate Antigen 19-9 (CA 19-9) kommt physiologischerweise im fetalen Epithel von Magen, Kolon, Dünndarm, Leber und Pankreas vor, in Spuren auch in normalen adulten Organen des Gastrointestinaltrakts und der Lunge. Es ist auch Bestandteil vieler Schleimhautzellen und deren Sekretionsprodukte wie Speichel oder Mekonium.
Im Blut gesunder Patienten mit benignen Erkrankungen findet sich dieses Antigen in nur sehr geringen Konzentrationen, während die meisten Patienten mit Pankreaskarzinom erhöhte CA 19-9-Konzentrationen aufweisen. Auch wenn erhöhte CA 19-9-Konzentrationen kein eindeutiges Anzeichen für ein Pankreaskarzinom sind, so ist dies derzeit jedoch der beste Bluttest, um benigne von malignen Pankreaserkrankungen zu unterscheiden. Höhere diagnostische Sensitivität kann durch die Kombination mit einem bildgebenden Verfahren, wie z. B. Ultraschall und Computertomographie (CT), erreicht werden.
CA 19-9 zeigt auch, mit abnehmender Häufigkeit, Gallengangs-, Leberzellen-, Magen-, Dickdarm-, Speiseröhren- und nicht im Verdauungstrakt lokalisierte Karzinome an, ist aber am wirkungsvollsten als Verlaufsmarker für Pankreaskarzinome.
Da es sich bei CA 19-9 um ein Epitop der Blutgruppendeterminante Lewis a (Le(a+)) handelt, kann bei Lewis-negativen Personen (3 - 7 % der Bevölkerung) keine CA 19-9-Expression erwartet werden.
Unspezifisch erhöhte Werte bei folgenden Erkrankungen:
Hepatitis, Primäre Leberzirrhose, Cholelithiasis, akuter Pankreatitis, entzündlicher Darmerkrankung

Erhöhte Werte finden sich bei malignen und benignen gastrointestinalen Erkrankungen:
Adenokarzinom Pankreas 80 - 95 %, Adenokarzinom Magen 60 %, Adenokarzinom Kolon/Rektum Dukes A 7 %, Dukes B 17 %, Dukes C 47 %, Dukes D 75 %, Leber- und Gallengangskarzinome 22 - 79 %, Benigne Darmerkrankungen 3 - 4 %
Quellen Lamerz R. In: Thomas L. Labor und Diagnose. 8. Auflage, Band 2, 1629ff