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Name17-beta-Östradiol
SynonymeEstradiol, E2, Östrogen
GruppeHormone
MaterialSerum
heparinisiertes Plasma oder EDTA-Plasma
MethodeCLIA
Messgenauigkeit Laborseitig wird mit der Qualitätskontrolle über einen Zeitraum von 2 Monaten eine durchschnittliche Meßunsicherheit mit einem VK von 5,94 % erreicht.
Präanalytik Stabilität: 20 Std. bei Raumtemperatur, 48 Std. bei 2-8°C, 6 Monate bei -20 °C
Transport Postversand möglich, tägliche Bestimmung im Labor
Frequenz täglich
Einheitpg/ml
Normalwert
Geschlecht Altersgruppe Wertebereich
männlich14 bis 21 Jahre< 48.9 pg/ml
männlich10 bis 14 Jahre< 36.6 pg/ml
männlich4 bis 10 Jahre< 26.5 pg/ml
männlich0 bis 4 Jahre< 51.4 pg/ml
männlichandere< 39.8 pg/ml
männlichandere< 40 pg/ml
weiblich12 bis 21 Jahre16.1 - 238 pg/ml
weiblich10 bis 12 Jahre< 176 pg/ml
weiblich4 bis 10 Jahre< 43.7 pg/ml
weiblich0 bis 4 Jahre< 29.1 pg/ml
weiblichanderes. Tabelle pg/ml
weiblichanderes. Tabelle pg/ml
weiblichanderes. Tabelle pg/ml
weiblichandere pg/ml
Abrechnung
GOÄ
Position
   Preis €
(1.0-fach)
   Anzahl   Faktor   Preis €
403920.4011.1523.46
Beschreibung Referenzbereiche:
Follikelphase: bis 144 ng/l
mittzyklisch: 64 - 357 ng/l
Lutealphase: 56 - 214 ng/l
postmenopausal: < 32 ng/l

Referenzbereich Männer: < 39,8 ng/l

17-ß-Östradiol (E2) wird überwiegend im reifenden Follikel unter FSH-Einfluss gebildet. Zur besseren Beurteilung sollte FSH parallel bestimmt werden. Für die Beurteilung des E2-Wertes ist außerdem die Kenntnis des Zyklustages, der Zykluslänge bzw. der klinischen Symptomatik (z. B. Klimakterium) wichtig. E2 bewirkt unter anderem die Proliferation der Gebährmutterschleimhaut, wirkt auf Vagina und Brust, schützt vor Osteoporose und hat regulierende Wirkung auf Hypophyse und Hypothalamus.
E2 wird in erster Linie bestimmt zur Beurteilung der Ovarialfunktion und zur Verlaufskontrolle einer hormonellen Sterilitätstherapie.
Erniedrigte Werte findet man vor der Pubertät, im Klimakterium bzw. postmenopausal, beim PCO-Syndrom, bei Stress und verschiedenen anderen Formen von Ovarialinsuffizienz.
Erhöhte Werte findet man unter anderem bei Follikelpersistenz, Eisprung mehrerer Follikel sowie bei Einnahme von Östrogenen
Hinweis: Synthetische Östrogene werden von dem Test nicht oder nur unvollständig erfasst.

HINWEIS: Die Herstellerfirma unseres Östradiol-Assays (Fa. Siemens Healthcare Diagnostics GmbH) hat uns am 18.01.2016 informiert, dass es bei der Verwendung des Assays unter Fulvestrant (Faslodex®)-Therapie zu falsch erhöhten Messergebnissen kommen kann. Hierbei handelt es sich um einen Östrogenrezeptor-Antagonisten, der zur Brustkrebstherapie verwendet wird. Um zu verhindern, dass es dadurch zu nicht korrekten klinischen Bewertungen kommt, sollte die Bestimmung des Östradiol-Spiegels unter Fulvestrant nicht mit dieser Methode durchgeführt werden.

Der falsch-hoch gemessene Östradiolwert kann unter Umständen einen prämenopausalen Zustand vortäuschen. Wenn eine Fulvestrant-Therapie aufgrund einer fehlerhaften Östradiolbestimmung geändert oder abgebrochen wurde, sollte deshalb der Menopausenstatus der betroffenen Patientin durch eine alternative Östradiol-Messmethode erneut bestimmt werden.
Quellen Gressner AM, Arndt T: Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik. 2. Auflage, 2013
Thomas L. Labor und Diagnose. 7. Auflage 2008, 1478ff